Magic Mouse und Magic Cat sind zwei berüchtigte Betrugsplattformen, die für massenhaftes SMS-Phishing (Smishing) verantwortlich waren. Sie ermöglichten es Kriminellen, täuschend echte Nachrichten zu versenden – etwa angebliche Paketbenachrichtigungen oder Bankwarnungen – um an Kreditkartendaten und persönliche Informationen zu gelangen.
gestohlene Kreditkartendaten pro Monat
(laut Sicherheitsforschern von Mnemonic)
Datensätze pro Jahr
(hochgerechnet aus den monatlichen Zahlen)
Alias: „Darcula“ (Entwickler: 24-jähriger Chinese)
Nachfolger von Magic Cat
Die Masche ist einfach, aber erschreckend effektiv – ein Schritt-für-Schritt-Überblick:
Die Betrüger entwerfen eine SMS, die von einer bekannten Marke (DHL, Sparkasse, PayPal etc.) zu stammen scheint. Die Nachricht enthält:
Über ein Bot-Netzwerk (Tausende kompromittierte Handys oder SIM-Karten) werden die Nachrichten in großer Zahl versendet – oft über Ländergrenzen hinweg, um die Verfolgung zu erschweren.
Die Empfänger werden durch die psychologischen Tricks zum Klicken verleitet. Der Link führt zu einer gefälschten Webseite, die täuschend echt aussieht.
Die Opfer geben auf der gefälschten Seite ihre Kreditkartendaten (Nummer, Ablaufdatum, CVV) sowie oft persönliche Daten ein. Diese werden in Echtzeit an die Betrüger übermittelt.
Die gestohlenen Daten werden entweder:
Die Betrüger nutzen Kryptowährungen und digitale Geldbörsen, um ihre Spur zu verwischen.
Offizielle Kurzwahlen sind selten – bei kompletten Handynummern Vorsicht!
Öffne keine Links aus unaufgeforderten SMS – rufe die App/Webseite manuell auf.
Seriöse Unternehmen setzen dich nie unter Druck. Ultimaten = Betrug!
Halte dein Betriebssystem und deine Apps immer aktuell.
Die passenden Arbeitsaufträge findest du in der separaten Datei:
Zu den ArbeitsaufträgenWährend Magic Mouse und Magic Cat auf einfaches Phishing setzen, gibt es auch wesentlich mächtigere Überwachungswerkzeuge:
Mehr dazu in den Berichten von Citizen Lab, Amnesty Tech und Kaspersky.