Du hast noch nie programmiert? Perfekt – hier starten wir bei null. Wir klären, was Programmieren überhaupt bedeutet, was ein Algorithmus ist, warum wir überhaupt programmieren und wie JavaScript in eine Webseite kommt.
Programmierung bedeutet, einem Computer Schritt für Schritt zu sagen, was er tun soll. Der Computer selbst ist nämlich gar nicht schlau – er kann nur sehr schnell und sehr zuverlässig Anweisungen ausführen, die ein Mensch ihm vorgibt.
Diese Anweisungen schreiben wir in einer Programmiersprache. Das ist eine Sprache, die sowohl Menschen (einigermaßen) verstehen können als auch der Computer. JavaScript ist genau so eine Programmiersprache – sie wird vor allem für Webseiten im Browser verwendet.
Stell dir vor, du erklärst einem Roboter, wie er sich ein Butterbrot schmieren soll. „Schmier Butter aufs Brot“ klingt einfach – aber der Roboter weiß nicht, wo die Butter ist, wie er sie aufs Messer bekommt, wie viel Butter drauf soll usw. Du musst jeden einzelnen Schritt ganz genau beschreiben. Genau das ist Programmieren.
Ein Algorithmus ist eine eindeutige Abfolge von Schritten, um ein bestimmtes Problem zu lösen. Er ist also so etwas wie eine Anleitung – und zwar eine, die so genau ist, dass sie immer zum richtigen Ergebnis führt.
Die Anleitung „Kaffee kochen mit einer Filterkaffeemaschine“ ist ein Algorithmus:
Diese Schritte sind eindeutig (jeder versteht, was gemeint ist) und endlich (irgendwann ist der Kaffee fertig). Beides sind wichtige Eigenschaften eines Algorithmus.
Computer stecken heute fast überall drin: im Handy, in der Kaffeemaschine, im Auto, in der Ampel, im Geldautomaten – und natürlich im Internet. Damit diese Geräte überhaupt etwas Sinnvolles tun, brauchen sie Programme.
Programmieren hilft dir zu verstehen, wie die Dinge funktionieren, die du täglich benutzt. Und du kannst eigene Ideen umsetzen: eine kleine Webseite bauen, ein Spiel programmieren, Daten auswerten oder einen Rechner schreiben. Programmieren ist damit eine Schlüsselkompetenz – ähnlich wie Lesen und Schreiben.
Damit JavaScript im Browser läuft, muss es in eine HTML-Seite eingebunden werden. HTML ist das Grundgerüst einer Webseite – es beschreibt, welche Inhalte (Überschrift, Absatz, Bild …) auf der Seite stehen. JavaScript wird dann zusätzlich in dieses Grundgerüst eingebaut und sorgt dafür, dass die Seite „lebendig“ wird.
Es gibt zwei Wege, JavaScript in eine HTML-Seite einzubinden: direkt im HTML (inline) oder als externe Datei.
<script>)
Alles zwischen <script> und </script> ist
JavaScript-Code. Der Browser führt ihn aus, sobald die Seite geladen ist.
alert(...) öffnet zum Beispiel ein kleines Popup-Fenster.
Bei größeren Projekten schreibt man den JavaScript-Code in eine eigene Datei,
z. B. script.js, und bindet sie so ein:
Schnell für kleine Tests – alles auf einen Blick in einer Datei.
Übersichtlicher, wiederverwendbar, besser für größere Projekte.
<script>-Tag steht, ist
entscheidend. Steht es im <head>, wird der Code ausgeführt, bevor
der Seiteninhalt da ist – das kann zu Fehlern führen. Deshalb setzt man es meistens
ans Ende des <body> oder verwendet das Attribut
defer.
Wenn du den Code oben in eine Datei index.html speicherst und im Browser
öffnest, erscheint zuerst die Überschrift „Hallo Welt!“ – und kurz danach ein
Popup mit „Hallo, ich bin JavaScript!“. Das ist dein erstes eigenes Programm.
<script>-Tag in eine HTML-Seite eingebunden – entweder direkt oder als externe Datei.index.html an
und schreibe das HTML-Grundgerüst hinein (Titel: „Mein erstes Programm“).
<body> einen
<script>-Block ein, der mit alert("Hallo Welt!")
ein Popup anzeigt. Öffne die Datei im Browser und prüfe, ob das Popup erscheint.