Verstehe die Rolle von HTML im Web, seine Beziehung zu CSS und seine Bedeutung für Dokumentenmanagement.
Stell dir vor, du schreibst ein Word-Dokument. Du gibst Überschriften ein, schreibst Absätze, machst Aufzählungen, setzt vielleicht ein Bild ein. Damit das Dokument aber nicht nur eine Bleiwüste ist, formatierst du es: fett, kursiv, zentriert, farbig.
Genau so funktioniert eine Webseite – nur mit anderen Werkzeugen:
HTML steht für HyperText Markup Language – auf Deutsch: Hypertext-Auszeichnungssprache.
HTML ist also keine Programmiersprache, sondern eine Beschreibungssprache. Sie sagt dem Browser nicht „rechne 2+2“, sondern „das hier ist eine Überschrift“, „das hier ist ein Absatz“, „das hier ist ein Link“.
Kurz: Ohne HTML gäbe es keine strukturierten Inhalte im Web.
Ein HTML-Dokument ist wie ein Aktenordner aufgebaut:
| Bereich | Bedeutung |
|---|---|
<!DOCTYPE html> |
Sagt dem Browser: „Das ist eine HTML5-Datei.“ |
<html> |
Umschließt das gesamte Dokument. |
<head> |
Kopfbereich – Infos über die Seite: Titel, Zeichensatz, CSS-Verweise. Wird nicht im Browserfenster angezeigt. |
<title> |
Der Text, der oben im Browser-Tab erscheint. |
<body> |
Körper – alles, was der Nutzer sieht: Überschriften, Texte, Bilder, Links. |
Was passiert hier?
<!DOCTYPE html> → „Ah, HTML5.“<head> findet er den Tab-Titel „Meine erste Seite“.<body> zeigt er eine große Überschrift, einen Absatz und einen klickbaren Link an.HTML allein sieht langweilig aus: schwarze Schrift auf weißem Grund, alles untereinander. CSS (Cascading Style Sheets) ist die Formatierungsschicht – vergleichbar mit den Formatvorlagen in Word.
| HTML | CSS |
|---|---|
| „Das ist eine Überschrift.“ | „Überschriften sollen blau und fett sein.“ |
| „Das ist ein Absatz.“ | „Absätze bekommen 16px Abstand.“ |
| „Das ist ein Kasten.“ | „Der Kasten hat einen grauen Hintergrund und runde Ecken.“ |
Beispiel mit CSS:
Später lernst du, CSS sauber in einer eigenen Datei (style.css) auszulagern – so bleibt HTML für die Struktur, CSS für das Aussehen zuständig.